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Güterwagen – Bauart „Oppeln“

Güterwagen – Bauart „Oppeln“

Hersteller: unbekannt

Baujahr: unbekannt

Typ: Bauart „Oppeln“

Wagen-Nr.: 40 50 944 1149 – 4

Eigengewicht: 9,6 t

Ladegewicht: 17,5 t

Achszahl: 2

Länge über Puffer: 9,1 m

Spurweite: 1.435 mmm

Bei diesem gedeckten Güterwagen handelt es sich um einen Wagen der Bauart „Oppeln“ in Holzbauweise. Diese Güterwagen wurden in den 30er und 40er Jahren für den schnellen Güterverkehr gebaut (V max. 90 km/h), um der damals aufkommenden Konkurrenz im Transportwesen auf den Straßen standhalten zu können. Der Wagen verfügt über ein geschweißtes Kastengerippe und diente als Materialkurswagen der SFM Nordhausen, Heimatbahnhof war Leinefelde. Im Jahre 1994 wurde er nochmals aufgearbeitet.

Bevor er am 29.01.1999 in den Fahrzeugbestand des Heiligenstädter Eisenbahnvereins übernommen wurde, war er in Mühlhausen abgestellt. Bis zum Bezug der Vereinsräume an der Ladestrasse des Ostbahnhofes, dient er dem Verein als Werkstattwagen.

Dieser Beitrag wird in Zukunft noch einmal überarbeitet und Aktualisiert

Packwagen Pwi 31 a

Packwagen Pwi 31 a

Hersteller: Vereinigte Waggonbaufabrik AG, Köln

Baujahr: 1933

Wagengattung: Pw

Wagen-Nr.: 117 811

Wagenbauart: Einheitsbauart

Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h

Achszahl: 2

Eigengewicht: 17,0 t

Länge über Puffer: 12.850 mm

Der Wagen wurde 1933 in Köln als „Cottbus 117 811“ gebaut und war lange Zeit inThüringen in Dienst gestellt.Es handelt sich hierbei um einen Wagen der Einheits-Bauart, wie er inPersonenzügen der 30er Jahre im Einsatz war. Er lief in Personenzügen mit und diente dem Transport von Reisegepäck, Fahrrädern, Hunden und Stückgut. Die geschlossene Plattform an dem einen Ende des Wagens ermöglichte den ungehinderten Zugang zum angrenzenden Zugführerabteil, breite Schiebetüren an den Längsseiten des Wagens, die mit besonderen Sicherungen gegen unbeabsichtigtes Öffnen oder Schließen versehen sind, waren die Voraussetzung für ein schnelles Aus- und Einladen der Gepäckstücke auf den Unterwegsbahnhöfen. Am Ende des Zuges befindet sich das Dienstabteil für Zugführer und Schaffner. Es enthält außer dem Arbeitsplatz für den Packmeister mit Arbeitstisch und Fächerschrank einen hochgelegenen Sitz für den Zugführer, so daß dieser jederzeit die Strecke und die Signalstellungen beobachten konnte. Das Dach dieses Abteils ist so weit nach oben ausgebaut, wie es die Fahrzeugbegrenzung zuläßt. Eine Toilette mit Waschgelegenheit vervollständigte die Ausrüstung des Wagens. Der Wagen besitzt außerdem ein separates Hundeabteil. Von diesem Wagentyp gibt es nur noch wenige erhaltene Exemplare. Dieser Wagentyp war bis Anfang der achtziger Jahre im Einsatz. Der Wagen wurde von uns im Jahre 1990 als Schrott (ohne Fenster und Inneneinrichtung) von der ehemaligen Traditionsbahn Erfurt – West erworben.

Seit dem 27.05.1994 steht er unter Denkmalschutz und wurde in das Denkmalbuch des Freistaates Thüringen aufgenommen.

1995/96 wurde er innen wieder original mit Hilfe von ABM-Kräften als Personenzugpackwagen aufgearbeitet.

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Güterwagen – Bauart „G 06“

Güterwagen – Bauart „G 06“

Hersteller: verschiedene

Baujahr: unbekannt

Typ. Bauart: G 06

Länge über Puffer: 10,8 m

Eigengewicht: 12,2 t

Ladelänge: 10,720 m

Ladebreite: 2,69 m

Ladehöhe: 2,35 m

Ladefläche: 28,8 qm

Achszahl: 2

Achsstand: 7 m

Dieser Güterwagen der Ursprungsbauart „G 06“ wurde nach 1945 so modernisiert, daß er im Ernstfall für Mannschaftstransporte genutzt werden konnte. Dazu besaß er eine besondere Ausrüstung, welche durch Ladegut nicht beschädigt werden durfte. Deshalb gliederte man ihn nach 1945 in die Gattung 06 ein. Es durften keine Schüttgüter, außer Getreide, keine übelriechenden Güter und keine Leichen damit transportiert werden. Durch die eingebaute Sondereinrichtung war er für Mannschaftstransporte einsetzbar. Es sind Notbremse, Ofenheizung und Lüftung vorhanden. Ursprünglich besaß er ein Bremserhaus, z. Zt. ist noch die Bremserbühne vorhanden. In der ehemaligen Baumwollspinnerei „Ernst Thälmann“ Leinefelde nutzte man ihn noch für die Zwecke der Zivilverteidigung, um ihn für „besondere Fälle“ zur Verfügung zu haben.

Am 08.12.1992 wurde er durch den Heiligenstädter Eisenbahnverein e. V. in den Fahrzeugbestand für das Eisenbahn-Museum übernommen. Er bedarf einer optischen Aufarbeitung und ist z. Zt. abgestellt.

Seit dem 27.05.1994 steht er unter Denkmalschutz.

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Kesselwagen

Kesselwagen

Hersteller: Famo Fahrzeug- und Motorenwerke Breslau

Baujahr: 1940

Typ: Bauart 1936

Wagen-Nr. 21 50 720 7437-4

Wagen-Gattung: ZKK-W

Achszahl: 2

Bremsgewicht – Leer: 12 t

Bremsgewicht – Belastung: 21 t

Fassungsvermögen: 20.000 Liter

Länge über Puffer: 8,80 m

Dieser Kesselwagen wurde im Jahre 1940 von den Famo Fahrzeug- und Motorenwerken AG in Breslau hergestellt. Wagen dieser Bauart wurden während der Zeit des Dritten Reiches für die Transporte zum Treibstoffveredlungslager der WIFO (Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH) im Stadtwald von Heiligenstadt (Pferdebachtal) eingesetzt.

Bevor wir ihn am 13.05.1995 in unseren Bestand übernehmen konnten, war er als Bahnhofswagen für Öl im Bahnhof Leinefelde im Einsatz. 1996 wurde er optisch aufgearbeitet und befindet sich in einem sehr guten Zustand.

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Bahnpostwagen Post 4 – cl/15

Bahnpostwagen Post 4 – cl/15

Hersteller: Wumag Görlitz

Baujahr: 1943

Wagengattung: Post 4 – cl/15

Wagen-Nr. 50 50 00 11 196 -1

Typ: Post 4

Wagenbauart: DT

Ausgeliefert: 1943 an Bahnpostamt 29 Halle / Saale mit der Nr.

5233

Umbau: 1977 in 4 – cl / 15

Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h

Achszahl: 4

Eigengewicht: 29 t

Ladegewicht: 12 t

Länge über Püffer: 16,3 m

Unser Bahnpostwagen wurde 1943 von der Firma Wumag in Görlitz als Paketpostwagen Post 4-c/15 unter der Nummer 5233 geliefert. Seine Bauform entstand aus dem windschnittigen Post 4-b/15 von 1938, wobei hier als Kriegsbauart die Windschneiden an den Wagenenden entfielen und das Dach geradlinig endete. Am 06. Mai 1943 wurde der Wagen vom Bahnpostamt 29 in Halle / Saale eingesetzt. Im Rahmen einer L 2 erfolgte ab 23.10.1951 bis zum 05.12.1951 der Umbau in Post 4-b/15. Der Wagen lief weiterhin beim BPA 29 in Halle. In den sechziger Jahren gehörte der Wagen nach Magdeburg, in den 70er Jahren kam er in Berlin und Dresden zum Einsatz. Mit der Umzeichnung durch EDV-Nummern Ende der 60er Jahre erhielt er die Nummer 51 50 00 – 11 123-4. Vom 26.09.1977 bis zum 11.11.1977 erfolgte der letzte Umbau in einen Rollgutbehälterwagen der Gattung „cl“ (Post 4-cl/15). Es war der letzte von 2 Wagen der ehemaligen Gattung „b“, vormals „c“, die direkt in die Gattung „cl“ umgebaut wurden. Die anderen „b“-Wagen waren vorher in die Gattung „c“ zurück und dann in die Gattung „cl“ umgebaut worden. Der Umbau beinhaltete das Entfernen des Briefverteilerraumes, der Toilette und des Begleiterabteiles. Da die Post ihre Briefe in stationären Briefverteileranlagen automatisch sortierte, entfiel auch die Sortierung von Hand bei den Bahnpostwagen. Der Wagen erhielt nach dem Umbau die Nummer 51 50 00 – 11 196 – 0. Nach dem Wegfall des Auslandeinsatzes wurde die Wagen-Nr. im Jahre 1980 geändert auf 50 50 00 – 11 196 – 1. Nun lief das Fahrzeug noch bis zum 11.02.1990 beim Bahnpostamt Berlin, wo es wegen eines defekten Steuerventils der Bremsanlage abgestellt wurde. Alle drei EDV-Nummer sind am Wagen-Rahmen übereinander eingeschlagen, so dass es schwer fällt, die eigentliche Nummer zu erkennen. Die damalige Arbeitsgemeinschaft 4/64 des DMV hatte schon 1989 Verhandlungen mit der Deutschen Post zur Übernahme des Fahrzeuges geführt und konnte den Wagen durch den Ausfall ein Jahr früher als geplant in Empfang nehmen. Danach haben wir den Wagen innen mit Holz verkleidet, da die alte Verkleidung beim letzten Umbau entfernt worden war und nutzen ihn seitdem als Modellbahnwagen. Dieser Bahnpostwagen beinhaltet alle drei Wagengattungen, wie sie bei der Deutschen Post zum Einsatz kamen. Er ist somit Zeuge einer vergangenen Epoche, als die Deutsche Post die Eisenbahn als Transportmittel nutzte. Wir haben uns die Aufgabe gestellt, das Fahrzeug der Nachwelt unter Nutzung als Modellbahnwagen zu erhalten.

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