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Kleinlokomotive Kö 816

Kleinlokomotive Kö 816

Kleinlokomotive Kö 816

Hersteller: VEB Lokomotivenbau Karl Marx in Potsdam-Babelsberg

Baujahr: 1952

Fabrik-Nr. 249 816

Typ: N3

Leistung: 110 PS

Höchstgeschwindigkeit: 30 Km/h

Leergewicht: ca. 14,7 t

Dienstgewicht: ca. 15 t

Achsfolge: B

Achsstand: 2.500 mm

Länge über Puffer: 6.450 mm

Größte Breite: 3.070 mm

Größte Höhe über SO: 2.700 mm

Die zunehmende Konkurrenz des Güterverkehrs auf der Straße in den Jahren um 1930 veranlasste die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft, ihren Nahgüterverkehr zu beschleunigen. Dazu bediente man sich der Kleinlokomotive, welche durch ihre einfache Handhabung vom Bahnpersonal bedient werden konnte. Somit konnten die Zeitaufwendigen Rangierbewegungen der Nahgüterzüge in den Anschlüssen entfallen und die nachfolgenden Bahnhöfe schneller erreicht werden.

Auf Grund der Vereinheitlichung entstanden 2 Leistungsgruppen: die Kö 1 bis 39 KW Leistung und die Kö 2 mit mehr als 39 KW Leistung. Der Einsatz erfolgte je nach Leistungsbedarf der Rangieraufgaben.

Im Jahr 1935 waren ca. 750 Kleinlokomotiven Kö 2 bei der DRG im Einsatz. Sie unterschieden sich in unterschiedlichen Antriebskonzepten. Durchsetzen konnte sich der Dieselmotor mit Rädergetriebe und mit Flüssigkeitsgetriebe. In den Jahren 1942 bis 1944 baute man 226 Stück Kö 2 als Kriegsmotorlokomotive KML 2, wovon 200 Stück zur DRG gelangten.

Diese Einheitslok wurde ab 1947 vom VEB Lokomotivenbau Karl Marx Babelsberg als N 3 mit 44 KW (60 PS) und N 4 mit 66 KW (90 PS) nachgebaut. Die Deutsche Reichsbahn übernahm bis 1953 32 Loks und ordnete sie als Kö 4001 bis Kö 4032 ein.

Da 1953 schon mit der Entwicklung der V 10 B begonnen wurde, unterblieb eine weitere Beschaffung der Kö 2 (Typ N3 / N4) durch die DR.

Unsere Lok vom Typ N3 ist eine dieser nicht mehr übernommenen Lokomotiven und stand vermutlich deshalb eine gewisse Zeit beim Hersteller, bis sie einen Abnehmer im Industriebereich (Anschlussbahn) fand. Sie ist damit eine der letzten Loks, welche nach dem Vorkriegsbaumuster entstand und sich bis in die heutige Zeit im Eisenbahnbetrieb bewährt hat.

Am 04.06.1997 erfolgte die Übernahme durch unseren Verein. Mit dieser Lok wollen wir dieser Bauart als Nachkriegsbauart ein Denkmal setzen und betriebstüchtig der Nachwelt erhalten.

Bis zu unserer Übernahme sind uns folgende Daten bekannt:

1952 -1954  unbekannt

1954 – 1964  Ersatzteilspender im RAW Halle

25.11.1964  Indienststellung im Fischwerk Saßnitz / Rügen

01.11.1967  VEB Vereinigte Holzindustrie Fürstenberg / Havel

26.09.1985  VEB Lackfabrik Osterwieck / Harz

         1987  Umrüstung im RAW Halle auf Druckluftbremse

         1996  Verein zur Förderung des Eisenbahn-Museums Vienenburg e. V.

04.06.1997  Übernahme durch den Heiligenstädter Eisenbahnverein

Dieser Beitrag wird in Zukunft noch über die Zeit der Kö bei uns erweitert.

Hans-Reinhard Kirsch

Hans-Reinhard ist aktives Mitglied im Heiligenstädter Eisenbahnverein. Zusätzlich Verantwortlich für die Bahnhofsfeste, und schreibt für unsere Internet- sowie Facebookseite.

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