{"id":102,"date":"2018-05-24T11:17:49","date_gmt":"2018-05-24T09:17:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/?page_id=102"},"modified":"2026-04-19T18:40:51","modified_gmt":"2026-04-19T16:40:51","slug":"unsere-strecke","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/unsere-strecke\/","title":{"rendered":"Unsere Strecke"},"content":{"rendered":"<h2 lang=\"de-DE\" align=\"CENTER\"><strong>Geschichte und Bedeutung\u00a0<\/strong><strong>der Strecke Heiligenstadt-Schwebda<\/strong><\/h2>\n<div class=\"dva\"><\/div>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\">Die Strecke Heiligenstadt &#8211; Schwebda wurde als Nebenbahn am 01.10.1914 in Betrieb genommen. Sie sollte die wirtschaftliche Erschlie\u00dfung des s\u00fcdwestlichen Eichsfeldes f\u00f6rdern. Der Preu\u00dfische Staat erwartete von der Bahn eine nachhaltige Verbesserung der bestehenden Verh\u00e4ltnisse. Unter anderem sollte die Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe durch Bezug von k\u00fcnstlichen D\u00fcnge- und Futtermitteln sowie des Absatzes der gewonnenen Erzeugnisse gef\u00f6rdert und die Baustoffindustrie durch verbesserte Absatzm\u00f6glichkeiten belebt werden.<\/p>\n<div class=\"img_caption left\">\n<div id=\"attachment_104\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-104\" data-attachment-id=\"104\" data-permalink=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/unsere-strecke\/strecke_bahnhof\/\" data-orig-file=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/strecke_bahnhof.jpg\" data-orig-size=\"300,199\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Expr1640XL1640XL&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1258128772&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"strecke_bahnhof\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/strecke_bahnhof.jpg\" class=\"wp-image-104 size-medium\" src=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/strecke_bahnhof-300x199.jpg\" alt=\"Bahnhof Heiligenstadt\/Ost\" width=\"300\" height=\"199\" \/><p id=\"caption-attachment-104\" class=\"wp-caption-text\">Bahnhof Heiligenstadt\/Ost<\/p><\/div>\n<p class=\"img_caption\">Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bahn lag im Kreis Heiligenstadt (28 km), nur ein kleiner Teil (2 km) im Kreis Eschwege. Deshalb konnte man sie fast als eine rein eichsfeldische Bahn bezeichnen. F\u00fcr den genannten Teil des Eichsfeldes war die Bahn von gro\u00dfem Wert, da sie volle Spur besitzt und diesen Landesteil mit dem Landeseisenbahnnetz verband.<\/p>\n<\/div>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\">Die Vorarbeiten zum Bau der Bahnlinie erfolgten im Jahre 1911. Doch erst Ostern 1912 begann der eigentliche Bahnbau, den die Firma Otto Lepin aus Iserlohn als bauausf\u00fchrender Betrieb \u00fcbernommen hatte. Arbeiter aus allen Teilen Deutschlands, aus B\u00f6hmen, \u00d6sterreich, Galizien, Kroatien, Dalmatien, Serbien, Bosnien und Italien waren an dem Bau beteiligt. Das relativ schwierige Profil der Strecke stellte gro\u00dfe Anforderungen an die Trassierung der geplanten Eisenbahnlinie. Erhebliche Erdarbeiten in Form von Auf- und Abtr\u00e4gen waren erforderlich, um diese Strecke zu bauen. Unter schwierigsten Bedingungen wurde der Taleinschnitt auf dem Streckenabschnitt Heiligenstadt &#8211; Heiligenstadt \/ Ost von den Gastarbeitern in den felsigen Boden getrieben. Die vorgesehenen Er\u00f6ffnungstermine mu\u00dften mehrmals verschoben werden. Am 28. August 1914 waren die ersten 2,58 km von Heiligenstadt nach Heiligenstadt \/ Ost fertiggestellt, w\u00e4hrend die Gesamtstrecke am 01. Oktober 1914 dem Verkehr \u00fcbergeben wurde.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\">Die erheblichen H\u00f6henunterschiede auf dieser Strecke konnten nach dem damaligen Stand der Lokomotiventwicklung und des Sicherheitsstandards nur durch den Einbau von Zahnstangenabschnitten und den Einsatz von Zahnradlokomotiven \u00fcberwunden werden. Zwischen Krombach und F\u00fcrstenhagen wurde die gr\u00f6\u00dfte Neigung erreicht.\u00a0Hier sowie zwischen Pferdebachtal und Kalteneber lagen insgesamt drei Zahnstangenabschnitte von insgesamt 5,020 km L\u00e4nge.<\/p>\n<div class=\"img_caption right\">\n<div id=\"attachment_105\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-105\" data-attachment-id=\"105\" data-permalink=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/unsere-strecke\/strecke_verkehr\/\" data-orig-file=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/strecke_verkehr.jpg\" data-orig-size=\"300,200\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Expr1640XL1640XL&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1258129093&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"strecke_verkehr\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/strecke_verkehr.jpg\" class=\"wp-image-105 size-medium\" src=\"http:\/\/www.hev-ev.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/strecke_verkehr-300x200.jpg\" alt=\"Steilstreckenbetrieb im Pferdebachtal\" width=\"300\" height=\"200\" \/><p id=\"caption-attachment-105\" class=\"wp-caption-text\">Steilstreckenbetrieb im Pferdebachtal<\/p><\/div>\n<p class=\"img_caption\">Von ehemals 5 Zahnradstrecken der Preu\u00dfischen Staatsbahn erfolgte hier im Jahre 1920 als erste die Umstellung auf reinen Adh\u00e4sionsbetrieb und Lokomotiven der Baureihe 16<sup>1\u00a0<\/sup>traten die Nachfolge der Zahnradlokomotiven an. Die Zahnstangenabschnitte wurden ausgebaut. Die Preu\u00dfische T 16<sup>1\u00a0<\/sup>(sp\u00e4tere Baureihe 94) versah von 1920 bis zur Betriebseinstellung im Jahre 1947 den Dienst auf der Strecke Heiligenstadt \/ Eichsfeld &#8211; Schwebda.<\/p>\n<\/div>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\">Im Juli 1947 wurde mit den Demontagearbeiten der Strecke zwischen Heiligenstadt \/ Ost und Gro\u00dft\u00f6pfer auf Anordnung der SMA (Sowjetische Milit\u00e4radministration) begonnen. Die verbleibende Reststrecke Heiligenstadt &#8211; Heiligenstadt \/ Ost blieb f\u00fcr den G\u00fcterverkehr ge\u00f6ffnet. 1971 wurde dieser Reststreckenabschnitt in einen Streckenrangierbezirk umgewandelt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\">F\u00fcr die verkehrsm\u00e4\u00dfige Erschlie\u00dfung des S\u00fcdeichsfeldes in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat diese Bahnlinie eine gro\u00dfe Bedeutung gehabt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\">Quellenangabe: Lauerwald \u201eDie Eisenbahn im Eichsfeld\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte und Bedeutung\u00a0der Strecke Heiligenstadt-Schwebda Die Strecke Heiligenstadt &#8211; Schwebda wurde als Nebenbahn am 01.10.1914 in Betrieb genommen. Sie sollte die wirtschaftliche Erschlie\u00dfung des s\u00fcdwestlichen Eichsfeldes f\u00f6rdern. Der Preu\u00dfische Staat erwartete von der Bahn eine nachhaltige Verbesserung der bestehenden Verh\u00e4ltnisse. 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