Der Heiligenstädter Eisenbahnverein e. V.

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Die Fahrzeuge des HEV

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Eisenbahndrehkran - EDK 80/3

Bahnpostwagen

Rottenkraftwagen - SKL


SKL 3234 SKL 3336



der Bettungspflug
HerstellerDR RAW Berlin-Schöneweide
TypSKL 24 "Schöneweide"
Baujahr1961
Inbetriebnahme24.03.1962
Fahrzeug-Nr.3336
Fahrgestell-Nr10336
Masse des Fahrzeugs5,8 t
max. Lademasse5 t
Antriebsartdieselmechanisch
Motorleistung44 PS / 32 kw
Ladefläche8,4 m2
LüP5540 mm

Ende der fünfziger Jahre entwickelte man diesen Gleiskraftwagen, der ursprünglich als "Schwerer Kleinwagen" (SKL) oder als "Rottenkraftwagen" bezeichnet wurde. Im Jahre 1968 wurde erstmalig eine einheitliche Begriffsbestimmung für diese Fahrzeuge eingeführt. Die Abkürzung "SKL" wurde auch weiterhin verwendet.

Der SKL diente zur Beförderung Beschäftigter sowie auch von Mechanismen und Materialien. Er wurde hauptsächlich bei Gleisunterhaltungsarbeiten genutzt, kam aber auch in der Volkswirtschaft (Bereiche Kohle und Energiewirtschaft sowie auf Werkbahnen) zum Einsatz.

Als Antrieb des SKL kam der luftgekühlte Garant- später der Robur-Dieselmotor zum Einsatz. Die Kraftübertragung erfolgt über ein mechanisches Getriebe und eine Kette zum vorderen Radsatz. Das unversetzte Wendegetriebe ist ein Kegelradgetriebe mit einer Spezialverzahnung, es ermöglicht in allen vier Untersetzungs-stufen ein Fahren in beiden Richtungen. Der SKL hat zwei unabhängig voneinander bedienbare Bremsen, nämlich eine Handbremse und eine fußbetätigte Druckluft-bremse. Über den Achslagern sind Sandkästen angebracht, deren Ventile mittels Druckluft ein Besanden vor den Rädern jeweils einer Achse ermöglichen. Eine Verkleidung schützt den Motor, der in die Fahrerkabine hineinragt. Diese ist mit einer Anbaukabine versehen und enthält alle zur Bedienung und Überwachung notwendigen Geräte. Der Fahrersitz ist quer zur Fahrtrichtung angeordnet, damit der Fahrer die Strecke gut in beiden Fahrtrichtungen übersehen kann. Die Batterien sind an den äußeren Langträgern so angeordnet, daß sie leicht zugänglich sind. In den Kopfträgern befinden sich die Spitzen- und Zugschlußsignale.

Mit einem SKL dürfen maximal zwei luftgebremste SKL-Anhänger und ein SKL-Anhängerkran bewegt werden.

Unser SKL war bis zuletzt in der Anschlußbah im VEB Kalibetrieb "Südharz", Werk "Thomas Müntzer" in Bischofferode im Einsatz, bevor er am 08.12.1993 vom Heiligenstädter Eisenbahnverein e. V. übernommen wurde.


Bettungspflug

Mit dem Bettungspflug können viele an der Bettung und dem Randweg Schotter-bewegungen ausgeführt werden.

Er wird durch einen SKL oder eine Kleinlok gezogen und kann mit einem Querförderer kombiniert oder allein eingesetzt werden. Auf einer Längsseite ist der Kantenpflug angebracht, auf der anderen Seite befindet sich als Geräteträger der sogenannte Schwenkträger, an dem die jeweils erforderlichen Teilgeräte einfach und schnell befestigt werden können. Der Bettungspflug kann mit der eingebauten Wende-vorrichtung gedreht werden.

Mit dem Einsatz des Bettungspfluges wurde die Mechanisierung der Oberbauarbei-ten wesentlich erhöht, ebenso die Arbeitsproduktivität.

Unser Bettungspflug war bei der Bahnmeisterei der Deutschen Reichsbahn in Mühl-hausen stationiert, bis wir ihn im September 1996 in unseren Bestand übernehmen konnten.